Drückjagdglas 1-6x24 oder 1-8x24: Welches Zielfernrohr für die Drückjagd

Für die Drückjagd ist ein Drückjagdglas 1-6x24 die bewährte Wahl: echte 1-fache Vergrößerung für das beidäugige Zielen, ein großes Sehfeld (bei unseren beiden Modellen 36,5 und 40,3 Meter auf 100 Meter), ein feiner Leuchtpunkt in der 2. Bildebene und sechsfacher Zoom als Reserve für den Schuss auf stehendes Wild bis etwa 150 Meter. Ein 1-8x24 bringt mehr Vergrößerung nach oben und damit mehr Ansitz-Tauglichkeit, dafür schrumpft die Austrittspupille bei 8x auf 3 statt 4 Millimeter, und der größere Zoomfaktor kostet in der Regel mehr Geld. Stand: August 2026.


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Drückjagdglas 1-6x24 auf einer Jagdbüchse vor einer Waldschneise (KI-generiertes Bild)

Drückjagdglas 1-6x24 auf einer Jagdbüchse vor einer Waldschneise

Symbolbild - mit KI erstellt


Kurz gesagt: Für die Drückjagd ist ein Drückjagdglas 1-6x24 die bewährte Wahl: echte 1-fache Vergrößerung für das beidäugige Zielen, ein großes Sehfeld (bei unseren beiden Modellen 36,5 und 40,3 Meter auf 100 Meter), ein feiner Leuchtpunkt in der 2. Bildebene und sechsfacher Zoom als Reserve für den Schuss auf stehendes Wild bis etwa 150 Meter. Ein 1-8x24 bringt mehr Vergrößerung nach oben und damit mehr Ansitz-Tauglichkeit, dafür schrumpft die Austrittspupille bei 8x auf 3 statt 4 Millimeter, und der größere Zoomfaktor kostet in der Regel mehr Geld. Stand: August 2026.

Die Frage "Drückjagdglas 1-6x24 oder 1-8x24?" hören wir in der Beratung in Wuppertal jeden Herbst, sobald die ersten Einladungen zur Bewegungsjagd im Briefkasten liegen. Beide Zieloptiken gehören zur Familie der Drückjagd-Zielfernrohre: niedrige Anfangsvergrößerung, 24-Millimeter-Objektiv, Leuchtabsehen, kompakte Bauform. Der Unterschied liegt im Vergrößerungsbereich und in dem, was Sie mit dem Glas außerhalb der Drückjagd vorhaben. Dieser Ratgeber erklärt die Anforderungen an solche Zielfernrohre, die Grenzen von 1-6 und 1-8, Absehen und Montage und stellt die beiden Modelle vor, die wir selbst führen: das Meopta MeoPro R6 1-6x24 SFP RD und das Leupold Patrol 6HD 1-6x24. Statt Testnoten bekommen Sie Kriterien und Herstellerdaten, mit denen Sie selbst entscheiden können.

Was ist ein Drückjagdglas und wofür brauchen Sie es?

Ein Drückjagdglas ist ein Zielfernrohr mit sehr niedriger Anfangsvergrößerung, meist echter 1-facher Vergrößerung, einem kleinen Objektivdurchmesser von in der Regel 24 Millimetern und einem Leuchtpunkt oder Leuchtabsehen. Typische Bezeichnungen sind 1-4x24, 1-6x24 und 1-8x24: Die erste Zahl nennt die kleinste, die zweite die größte Vergrößerung, die dritte den Objektivdurchmesser in Millimetern. Gebaut sind diese Zielfernrohre für die Bewegungsjagd: Auf der Drückjagd kommt das Wild flüchtig, auf kurze bis mittlere Distanz und oft nur für Sekunden in die Schussschneise. Sie brauchen dann kein Detail auf 300 Meter, sondern ein großes Sehfeld, einen schnellen Anschlag und eine Zielmarke, die das Auge sofort findet.

Darin unterscheiden sich Drückjagdzielfernrohre vom klassischen Ansitzglas: Zielfernrohre wie ein 2,5-15x44 oder 3-18x50 sammeln mit großem Objektiv Licht für die Dämmerung und lösen auf hoher Vergrößerung Details auf, sind dafür aber länger, schwerer und auf der niedrigsten Stufe mit deutlich kleinerem Sehfeld unterwegs. Zum Vergleich aus unserem Angebot: Das Meopta MeoPro R6 2,5-15x44 zeigt auf 2,5x ein Sehfeld von 13,3 Metern auf 100 Meter, das MeoPro R6 Drückjagdglas auf 1x 36,5 Meter. Wer ein Drückjagdglas kauft, kauft vor allem Schnelligkeit und Übersicht, keine Dämmerungsleistung. Das kleine 24-Millimeter-Objektiv hält die Zieloptik dabei kompakt und leicht.

Worauf es bei Drückjagd-Zielfernrohren ankommt: Sehfeld, 1x, Leuchtpunkt

Die Anforderungen an gute Drückjagd-Zielfernrohre lassen sich auf sechs Punkte bringen. Sie gelten für 1-6 und 1-8 gleichermaßen.

Blick durch ein Drückjagdglas bei 1-facher Vergrößerung: großes Sehfeld mit feinem Leuchtpunkt (KI-generiertes Bild)
Blick durch ein Drückjagdglas bei 1-facher Vergrößerung: großes Sehfeld mit feinem LeuchtpunktSymbolbild - mit KI erstellt
  • Großes Sehfeld auf der kleinsten Stufe. Das Sehfeld wird in Metern auf 100 Meter angegeben. Je größer es ist, desto leichter nehmen Sie flüchtiges Wild ins Glas und behalten die Nachbarstücke der Rotte im Blick. Als Faustregel gelten bei 1x mindestens rund 35 Meter auf 100 Meter; unsere beiden Drückjagdgläser liegen bei 36,5 Metern (Meopta) und 40,3 Metern (Leupold).
  • Echte 1-fache Vergrößerung. Bei 1x sehen beide Augen ein gleich großes Bild. Der Vorteil: Sie zielen mit offenen Augen, ohne Tunnelblick, der Leuchtpunkt liegt wie bei einem Rotpunktvisier im Bild. Liegt die Anfangsvergrößerung bei 1,1x oder 1,5x, funktioniert das beidäugige Zielen spürbar schlechter; die kleinste Stufe sollte deshalb so nah wie möglich an 1x liegen.
  • Tageslichttauglicher, fein dimmbarer Leuchtpunkt. Auf der Drückjagd wird bei Tageslicht geschossen, oft gegen helle Hintergründe wie Schnee oder Stoppelfeld. Der Punkt muss dann hell genug sein, im dunklen Bestand und in der Dämmerung aber fein herunterregelbar, damit er das Ziel nicht überstrahlt. Das Leuchtabsehen sitzt bei Drückjagdgläsern fast immer in der 2. Bildebene: Es bleibt beim Zoomen optisch gleich groß und deckt auf 6x nicht mehr vom Wild ab als auf 1x.
  • Großzügiger Augenabstand und unkritischer Einblick. Der Anschlag auf der Drückjagd ist selten perfekt. Ein Augenabstand um 90 bis 100 Millimeter und ein toleranter Einblick geben Ihnen auch im schnellen Anschlag sofort ein volles Bild und halten den Okularrand bei stärkeren Kalibern vom Auge fern.
  • Leichtgängiger Vergrößerungsstellring. Mit Handschuhen und kaltem Finger muss sich der Vergrößerungsbereich ohne Hinsehen durchschalten lassen. Ein Throw Lever, ein Hebel am Vergrößerungsstellring, ist dabei ein echter Vorteil; beim Meopta MeoPro R6 liegt er bei, beim Leupold Patrol 6HD ist er laut Hersteller integriert.
  • Schussfestigkeit und Wetterfestigkeit. Drückjagdgläser sitzen auf Büchsen in .308 Win, .30-06 oder 9,3x62 und müssen Rückstoß, Regen, Schnee und Temperaturwechsel dauerhaft wegstecken. Ein stickstoffgefülltes, beschlagfreies 30-Millimeter-Mittelrohr gehört bei beiden genannten Modellen zur Ausstattung.

Eine Parallaxeverstellung haben nur wenige Drückjagdgläser, beim Meopta MeoPro R6 zum Beispiel laut Hersteller nur die Variante mit dem Absehen BDC 3. Das ist kein Mangel: Auf Drückjagdentfernungen spielt der Restfehler einer fest abgestimmten Optik keine Rolle, und ein Bedienelement weniger ist ein Fehler weniger im Anschlag.

1-6x24 oder 1-8x24: der Vergleich

Beide Zielfernrohre teilen sich das 24-Millimeter-Objektiv und die 1-fache Anfangsvergrößerung. Der Unterschied steckt im Zoomfaktor: 6-fach-Zoom gegen 8-fach-Zoom. Was das in der Praxis bedeutet:

  • Vergrößerung nach oben. Mit 6x sprechen Sie stehendes Wild auf den üblichen Drückjagd- und Ansitzdistanzen sicher an und bringen den Schuss bis etwa 150 Meter sauber an. Der Vorteil von 8x: spürbar mehr Detail, etwa am Feldrand oder auf der weiten Schneise; für den reinen Drückjagdeinsatz brauchen Sie die zusätzlichen Stufen selten.
  • Austrittspupille und Dämmerung. Die Austrittspupille ergibt sich aus Objektivdurchmesser geteilt durch Vergrößerung: 24 Millimeter durch 6 ergibt 4 Millimeter, 24 durch 8 nur 3 Millimeter. Bei voller Vergrößerung wird das Bild des 1-8x24 in der Dämmerung also früher dunkel. Auf 1x ist das Bild bei beiden Bauarten sehr hell; das MeoPro R6 liefert dort laut Hersteller 10 Millimeter Austrittspupille.
  • Sehfeld. Das Sehfeld auf 1x hängt von der optischen Konstruktion ab, nicht vom Zoomfaktor. Vergleichen Sie deshalb immer die Herstellerangabe in Metern auf 100 Meter, statt pauschal anzunehmen, dass ein 1-6 mehr Sehfeld hat als ein 1-8.
  • Baulänge, Gewicht, Preis. Ein 8-fach-Zoom ist optisch aufwendiger. In der Regel bezahlen Sie ihn innerhalb derselben Marke mit etwas mehr Baulänge und Gewicht und vor allem mit einem höheren Preis. Ob sich das lohnt, entscheidet Ihr Revier, nicht das Datenblatt.

Unsere Empfehlung aus der Beratung: Wer das Glas überwiegend auf Drückjagden und für den Ansitz auf kurze bis mittlere Distanz einsetzt, ist mit einem 1-6x24 bestens bedient. Wer ein einziges Universalglas sucht, das auch am Feld öfter bei hohem Zoom arbeitet, greift zum 1-8x24 oder gleich zu einem Ansitzglas mit größerem Objektiv. Im Shop führen wir derzeit Drückjagd-Zielfernrohre von Meopta und Leupold, beide als 1-6x24; ein 1-8x24 haben wir aktuell nicht gelistet, sprechen Sie uns an, wenn Sie eines suchen.

Welches Absehen für die Drückjagd?

Für die Drückjagd hat sich ein feiner Leuchtpunkt mit kräftigen Balken bewährt, wie ihn etwa die Absehen 4C (Meopta), FireDot Duplex (Leupold) oder 4A-I (Swarovski) bieten: Die Balken führen das Auge zur Mitte, der Punkt markiert den Treffpunkt, ohne den Wildkörper zu verdecken. Weil das Absehen in der 2. Bildebene (SFP, Second Focal Plane) sitzt, bleibt es beim Zoomen gleich groß; die Deckung auf dem Wild ändert sich mit der Vergrößerung, der Punkt selbst nicht. Für den schnellen Schuss auf kurze Distanz ist das ideal, Haltemarken für weite Schüsse sind dann nur auf der höchsten Stufe maßhaltig. Die Optionen bei unseren beiden Modellen:

  • Meopta MeoPro R6 1-6x24 SFP RD: wahlweise 4C (klassisches Balkenabsehen mit Leuchtpunkt), BDC 3 (Leuchtpunkt mit Haltemarken für weitere Entfernungen) oder K-Dot 2. Die Beleuchtung hat laut Hersteller sechs Helligkeitsstufen mit Aus-Position zwischen den Stufen.
  • Leupold Patrol 6HD 1-6x24: wahlweise FireDot Duplex (Balkenabsehen mit Leuchtpunkt) oder CM-R2 (Leuchtabsehen mit Haltemarken); die Beleuchtung schalten Sie per Druckknopf, laut Hersteller in acht Stufen und mit Bewegungssensor, der das Absehen bei Ruhe abschaltet und beim Anheben der Waffe wieder einschaltet.

Wie sich Balkenabsehen, Leuchtpunkt, BDC-Absehen und die beiden Bildebenen im Detail unterscheiden, erklärt unser Beitrag Absehen beim Zielfernrohr erklärt.

Montage und Augenabstand: so sitzt das Glas richtig

Montieren Sie das Drückjagdglas so niedrig wie möglich über dem Lauf: Für den schnellen Anschlag muss die Wange fest am Schaft liegen, damit das Auge ohne Suchen in die Achse kommt. Beide vorgestellten Zielfernrohre haben ein 30-Millimeter-Mittelrohr; Ringe oder Blockmontage, die Optionen richten sich nach Ihrer Waffe, etwa Picatinny-Schiene oder Weaver-Basis. Eine solide Lösung für die Schiene ist die Schmeisser SM Montage, die wir in 30 und 34 Millimetern führen. In Verbindung mit einer niedrigen, wiederholgenauen und schussfesten Montage, die Sie nach dem Einschießen nicht mehr anfassen, wird aus dem Glas ein verlässlicher Begleiter für viele Saisons.

Niedrig montiertes Drückjagd-Zielfernrohr mit 30-Millimeter-Ringmontage auf einer Jagdbüchse (KI-generiertes Bild)
Niedrig montiertes Drückjagd-Zielfernrohr mit 30-Millimeter-Ringmontage auf einer JagdbüchseSymbolbild - mit KI erstellt

Stellen Sie danach den Augenabstand ein: Das Glas so weit nach vorn oder hinten schieben, dass Sie bei natürlicher Kopfhaltung auf 1x und auf 6x ein volles, randfreies Bild sehen, vor allem im schnellen Anschlag. Die Herstellerangaben unserer beiden Modelle liegen bei rund 90 bis 100 Millimetern. Prüfen Sie den Anschlag anschließend im Stehen, angestrichen und frei, so wie Sie auf dem Drückjagdstand stehen. Welche Jagdbüchsen wir aktuell führen, sehen Sie in unserer Büchsen-Kollektion.

Taugt ein Drückjagdglas auch für den Ansitz?

Ja, mit Einschränkungen. Tagsüber und in der frühen Dämmerung ist ein 1-6x24 ein vollwertiges Ansitzglas für Distanzen um 100 Meter: Sechsfacher Zoom reicht, um Reh- oder Schwarzwild sauber anzusprechen und den Schuss zu platzieren. Die Grenze setzt das 24-Millimeter-Objektiv: Bei 6x bleiben 4 Millimeter Austrittspupille, in der tiefen Dämmerung liefern Zielfernrohre mit 44- oder 50-Millimeter-Objektiv spürbar mehr Licht. Wer vor allem abends auf Schwarzwild sitzt, fährt mit einem klassischen Ansitzglas wie dem Meopta MeoPro R6 2,5-15x44 oder dem Meopta MeoPro R6 3-18x50 RD besser und nimmt das Drückjagdglas als zweiten, leichten Begleiter für die Bewegungsjagd. Für die Nachtjagd rüsten viele Jäger ihre Tageslichtoptik zusätzlich mit einem Wärmebild-Vorsatzgerät nach; was dabei rechtlich gilt, lesen Sie in unserem Beitrag Wärmebildzielfernrohr erlaubt? Die Rechtslage für Jäger.

Ein ehrlicher Hinweis aus der Beratung: Das eine Glas für alles gibt es nicht. Ein Sechsfach-Drückjagdglas ist am Tag universell, ein 1-8x24 schiebt die Grenze etwas nach oben, und ab der Dämmerung gewinnt immer das größere Objektiv. Alle Zielfernrohre, die wir führen, vom Drückjagdglas bis zum Ansitzglas, finden Sie in unserer Zielfernrohr-Kollektion.

Drückjagdglas oder Rotpunktvisier?

Ein Rotpunktvisier (Reflexvisier) ist die radikale Antwort auf die Drückjagd: keine Vergrößerung, dafür ein praktisch unbegrenztes Sehfeld, beidäugiges Zielen, minimales Gewicht und ein sehr schneller Anschlag. Auf engen Schneisen und kurze Distanzen sind Leuchtpunktvisiere kaum zu schlagen. Das Drückjagdglas holt auf 1x vieles davon ein und hat den Zoom als Reserve, wenn das Stück auf 120 Metern verhofft. Wer beides will, setzt das Reflexvisier auf eine zweite Waffe oder nutzt es als Zweitvisier; die Auswahl von Aimpoint, Holosun und EOTech finden Sie in unserer Reflexvisier-Kollektion.

Meopta Drückjagdglas oder Leupold: unsere beiden Modelle im Überblick

Bei GunsofKosta führen wir zwei Drückjagd-Zielfernrohre, beide als 1-6x24, mit Leuchtabsehen in der 2. Bildebene und 30-Millimeter-Mittelrohr. Preise und aktuelle Verfügbarkeit finden Sie auf den Produktseiten; die technischen Daten stammen aus den Herstellerangaben.

  • Meopta MeoPro R6 1-6x24 SFP RD: 1- bis 6-fache Vergrößerung, 24-Millimeter-Objektiv, Sehfeld 36,5 bis 6,3 Meter auf 100 Meter, Verstellschritt 1,5 Zentimeter auf 100 Meter, Höhenverstellbereich 349 Zentimeter auf 100 Meter, stickstoffgefülltes Mittelrohr, Gewicht 628 Gramm, Absehen 4C, BDC 3 oder K-Dot 2 mit Leuchtpunkt, Throw Lever im Lieferumfang. Das robuste Drückjagdglas des tschechischen Herstellers ist das preislich günstigere unserer beiden Modelle.
  • Leupold Patrol 6HD 1-6x24: 1- bis 6-fache Vergrößerung, 24-Millimeter-Objektiv, Sehfeld 40,3 Meter auf 1x und 6,4 Meter auf 6x (jeweils auf 100 Meter), Augenabstand 94 bis 97 Millimeter, Verstellbereich 170 MOA, beleuchtetes Absehen FireDot Duplex oder CM-R2 mit Druckknopf-Bedienung, wasserdicht und beschlagfrei, deutlich leichter und kompakter gebaut. Das Modell für alle, die das größte Sehfeld und das geringste Gewicht wollen und dafür mehr investieren.

Die in Vergleichstests oft genannte Meopta Optika6 1-6x24 führen wir nicht; unser Meopta Drückjagdglas ist das MeoPro R6. Beide Zielfernrohre hatten wir selbst in der Hand; welches zu Ihrer Büchse, Ihrer Montage und Ihrem Revier passt, klären wir gern telefonisch oder im Ladengeschäft in Wuppertal. Die ganze Auswahl an Zieloptiken, vom Reflexvisier bis zum Ansitzglas, finden Sie in unserer Optik-Kollektion.

Drückjagdglas-Test: was Tests aussagen und was nicht

Ein Drückjagdglas-Test in den Fachmagazinen vergleicht meist Sehfeld, Leuchtpunkt, Schussfestigkeit, Gewicht, Verstellmechanik, Preisklassen und Preis-Leistungs-Verhältnis, häufig mit Zieloptiken von Herstellern wie Zeiss, Swarovski, Leica, Kahles, Blaser oder Steiner. Typische Kandidaten in solchen Vergleichen sind das Swarovski Z6i 1-6x24 (laut Hersteller 42,5 Meter Sehfeld auf 100 Meter bei 1x), das Kahles Helia 1-5x24i (42,4 Meter, 5-fach-Zoom), das Leica Amplus 6 1-6x24i (38 Meter, 480 Gramm, Leuchteinheit mit CR2032-Batterie), das Blaser B2 1-6x24 iC (40 Meter, laut Hersteller für den Einsatz mit Vorsatzgeräten ausgelegt), das Steiner Ranger 6 1-6x24, das DDoptics Nighteagle V6 1-6x24 oder, bei den 1-8ern, das Swarovski Z8i 1-8x24. Solche Vergleiche geben einen guten Überblick über den Markt; diese Marken führen wir nicht und bewerten sie hier nicht. Was kein Testbericht ersetzt, ist der Blick durch das Glas auf Ihrer eigenen Waffe: Einblick und Leuchtpunkthelligkeit empfindet jedes Auge etwas anders, und die Montagehöhe hat für den Treffer mehr Bedeutung als die letzte Nuance an Glasqualität und Präzision der Mechanik. Unser Rat: Kriterien und Empfehlungen aus dem Test mitnehmen, Herstellerdaten vergleichen, dann das Glas in die Hand nehmen und im Anschlag prüfen.

Checkliste vor dem Kauf

  • Einsatz geklärt? Überwiegend Drückjagd und Tagansitz: 1-6x24. Öfter hoher Zoom am Feld: 1-8x24 oder Ansitzglas mit größerem Objektiv.
  • Sehfeld verglichen? Herstellerangabe in Metern auf 100 Meter bei 1x; je mehr, desto besser für flüchtiges Wild.
  • Echte 1x? Beidäugiges Zielen testen, beide Augen offen.
  • Leuchtpunkt tageslichttauglich und fein dimmbar? Vergrößerungsstellring und Beleuchtung mit Handschuhen prüfen.
  • Montage passend? 30-Millimeter-Ringe oder Montage für die Schiene, so niedrig wie möglich, wiederholgenau.
  • Augenabstand eingestellt und eingeschossen? Auf 1x und 6x volles Bild, dann auf 100 Meter einschießen und den Anschlag stehend prüfen.

Quellen und Hinweis

Technische Daten: Herstellerangaben Meopta (Bedienungsanleitung MeoPro R6, technische Spezifikationen 1-6x24 RD) und Leupold (Datenblatt Patrol 6HD 1-6x24) sowie die Angaben auf unseren Produktseiten, Stand: 22. August 2026. Austrittspupille berechnet aus Objektivdurchmesser geteilt durch Vergrößerung. Kriterien aus der Beratungspraxis von GunsofKosta.

Autor: Kosta, GunsofKosta Redaktion, Wuppertal. Stand: August 2026. Technischer Kaufratgeber; Preise und Verfügbarkeit laut Produktseite.


Häufige Fragen

Was ist ein Drückjagdglas?

Ein Drückjagdglas ist ein Zielfernrohr mit echter 1-facher Anfangsvergrößerung, kleinem Objektiv (meist 24 Millimeter), großem Sehfeld und Leuchtpunkt, gebaut für die Bewegungsjagd auf flüchtiges Wild auf kurze bis mittlere Distanz. Übliche Varianten sind 1-4x24, 1-6x24 und 1-8x24.

Drückjagdglas 1-6x24 oder 1-8x24: was ist besser?

Für die reine Drückjagd und den Ansitz auf kurze bis mittlere Distanz reicht das 1-6er aus und ist meist günstiger. Ein 1-8x24 lohnt sich, wenn Sie das Glas oft bei hohem Zoom nutzen, etwa am Feld; bei 8x ist die Austrittspupille mit 3 Millimetern kleiner als beim 1-6er mit 4 Millimetern, das Bild wird in der Dämmerung früher dunkel.

Welche Vergrößerung brauche ich auf 100 Meter bei der Jagd?

Für den sicheren Schuss auf stehendes Wild auf 100 Meter reichen 4- bis 6-fache Vergrößerung. Auf der Drückjagd schießen Sie auf kurze Distanz mit 1x bis 2x und zoomen nur für den Schuss auf verhoffendes Wild hoch; mehr als 6x brauchen Sie auf 100 Meter nicht.

Welches Absehen ist für die Drückjagd sinnvoll?

Ein feiner, tageslichttauglicher Leuchtpunkt mit kräftigen Balken in der 2. Bildebene, etwa 4C bei Meopta oder FireDot Duplex bei Leupold. Der Punkt bleibt beim Zoomen gleich groß und verdeckt das Wild nicht; Haltemarken (BDC) sind ein Zusatz für weite Schüsse, auf der Drückjagd zweitrangig.

Reicht ein 1-6x24 auch für den Ansitz?

Ja, bei Tageslicht und in der frühen Dämmerung auf Distanzen um 100 Meter. In der tiefen Dämmerung begrenzt das 24-Millimeter-Objektiv mit 4 Millimetern Austrittspupille bei 6x die Lichtleistung; für den Abendansitz auf Schwarzwild ist ein Glas mit 44- oder 50-Millimeter-Objektiv die bessere Wahl.

Drückjagdglas oder Rotpunktvisier?

Das Rotpunktvisier ist auf kurze Distanz schneller und leichter, hat aber keine Vergrößerung. Das Drückjagdglas bietet auf 1x ein ähnlich schnelles beidäugiges Zielen und dazu den Zoom als Reserve für den genauen Schuss auf stehendes Wild. Für gemischte Reviere ist es die vielseitigere Wahl.

Welches ist ein gutes und günstiges Drückjagdglas?

Gute Drückjagdgläser gibt es von wenigen hundert Euro bis weit in den vierstelligen Bereich; Leistung und Qualität unterscheiden sich vor allem bei Sehfeld, Leuchtpunkt, Mechanik und Verarbeitung. Die Anforderungen sind in jeder Preisklasse dieselben: echtes 1x, ein Sehfeld von mindestens rund 35 Metern auf 100 Meter, einen tageslichttauglichen Leuchtpunkt und Schussfestigkeit. In unserem Sortiment ist das Meopta MeoPro R6 das preislich günstigere Modell; den aktuellen Preis sehen Sie auf der Produktseite.

Brauche ich für das Drückjagdglas eine Schiene oder Ringe?

Beides ist möglich, entscheidend ist die Waffe. Unsere beiden Modelle haben ein 30-Millimeter-Mittelrohr für Ringmontagen; auf Büchsen mit Picatinny- oder Weaver-Schiene nutzen Sie eine Ring- oder Blockmontage wie die Schmeisser SM Montage. Montieren Sie so niedrig wie möglich und lassen Sie die Montage nach dem Einschießen unverändert.