Zielfernrohr Absehen erklärt: Absehen 4, Absehen 60, Z-Plex, Mil-Dot, BDC, Leuchtabsehen und die Frage 1. oder 2. Bildebene
Das Absehen ist die Zielmarke im Zielfernrohr, umgangssprachlich das Fadenkreuz. Für die Jagd haben sich drei Familien bewährt: klassische Balkenabsehen wie Absehen 4 und Duplex (bei Meopta Z-Plex oder 4C), feine Leuchtabsehen wie das Absehen 60 mit einem dimmbaren Leuchtpunkt für Ansitz und Dämmerung sowie Strichabsehen wie Mil-Dot, MRAD oder BDC mit Haltepunkten für weite Schüsse. Sitzt das Absehen in der ersten Bildebene (FFP), wächst es beim Zoomen mit, in der zweiten Bildebene (SFP) bleibt es gleich fein. Stand: August 2026.
Zielfernrohr Absehen 4 mit Leuchtpunkt im Dämmerungsbild
Symbolbild - mit KI erstellt
Kurz gesagt: Das Absehen ist die Zielmarke im Zielfernrohr, umgangssprachlich das Fadenkreuz. Für die Jagd haben sich drei Familien bewährt: klassische Balkenabsehen wie Absehen 4 und Duplex (bei Meopta Z-Plex oder 4C), feine Leuchtabsehen wie das Absehen 60 mit einem dimmbaren Leuchtpunkt für Ansitz und Dämmerung sowie Strichabsehen wie Mil-Dot, MRAD oder BDC mit Haltepunkten für weite Schüsse. Sitzt das Absehen in der ersten Bildebene (FFP), wächst es beim Zoomen mit, in der zweiten Bildebene (SFP) bleibt es gleich fein. Stand: August 2026.
Welches Zielfernrohr Absehen das richtige ist, entscheidet sich nicht am Katalogbild, sondern am Einsatz: Ansitz bei schlechten Lichtverhältnissen, Drückjagd auf kurze Distanz, Sportschießen auf der 100-Meter-Bahn oder weite Schüsse mit Haltepunkten. In der Beratung in Wuppertal sehen wir täglich, dass die Nomenklatur mehr Verwirrung stiftet als die Technik selbst: Absehen 4, 4A, 1, 6, 8, 60, Duplex, Z-Plex, Mil-Dot, BDC, RD. Dieser Artikel ordnet die Begriffe, erklärt die Vorteile und Nachteile der ersten und zweiten Bildebene und zeigt an den Zielfernrohren aus unserer Zielfernrohr-Kollektion, wie die Absehen in der Praxis aussehen.
Was ist das Absehen im Zielfernrohr?
Als Absehen bezeichnet man die Markierung im Fernrohrbild, die das Zielen mit dem Zielfernrohr ermöglicht. Sie besteht aus Linien, Balken, Punkten oder einer Teilung und liegt in einer der beiden Bildebenen der Zieloptik. Im Alltag sagen viele Schützen Fadenkreuz, obwohl moderne Absehen längst mehr sind als zwei gekreuzte Fäden. Das Absehen zeigt Ihnen, wohin das Geschoss auf der eingeschossenen Entfernung trifft, und bei Strichabsehen zusätzlich, wie viel Sie auf weitere Entfernungen höher halten oder gegen den Wind vorhalten müssen. Es ist fester Bestandteil des optischen Systems und wird beim Einschießen über die Verstelltürme auf den Treffpunkt gebracht.
Zwei Kennzahlen helfen beim Vergleich. Das Deckungsmaß gibt an, wie viel vom Ziel ein Absehenelement auf eine bestimmte Entfernung verdeckt, zum Beispiel 0,55 cm auf 100 m beim Leuchtpunkt des Zeiss-Absehens 60 bei 12-facher Vergrößerung. Die Maßteilung (Strichmaß, mil oder MOA) beschreibt den Winkelabstand der Haltepunkte: 1 mil entspricht 10 cm auf 100 m, 1 MOA (Minute of Angle, Winkelminute) rund 2,91 cm auf 100 m. Mit Kenntnis dieser Maße vergleichen Sie Absehen verschiedener Hersteller ehrlich miteinander.
Die Bezeichnungen sind historisch gewachsen. Die Bedeutung der Nummern 1, 4, 6, 8, 43, 54 oder 60 geht auf die Nomenklatur von Zeiss zurück; im deutschsprachigen Raum werden sie herstellerübergreifend als Typenbegriffe benutzt. Amerikanische und tschechische Hersteller verwenden eigene Namen: Duplex, Z-Plex, 4C, K-Dot, BDC oder MRAD. Technisch beschreiben sie oft sehr ähnliche Zielmarken.
Absehen in der 1. oder 2. Bildebene: FFP oder SFP?
Ein variables Zielfernrohr hat zwei Bildebenen, in denen das Absehen sitzen kann. In der ersten Bildebene (Objektivbildebene, englisch First Focal Plane, kurz FFP) liegt das Absehen zwischen Objektiv und Umkehrsystem und wird mit dem Bild vergrößert: Drehen Sie von 3x auf 18x, wächst das Absehen im gleichen Verhältnis mit. Die Vorteile: Die Deckungsmaße bleiben bei allen Vergrößerungen konstant, Haltemarken und Entfernungsschätzung stimmen auf jeder Zoomstufe. Die Nachteile: Bei hoher Vergrößerung verdeckt das Absehen mehr vom Wildkörper, bei kleinster Vergrößerung wirkt es sehr fein und ist vor dunklem Hintergrund schwerer zu sehen.

In der zweiten Bildebene (Okularbildebene, Second Focal Plane, kurz SFP) sitzt das Absehen zwischen Umkehrsystem und Okular. Es bleibt beim Zoomen unverändert gleich fein, nur das Bild wird größer. Das ist der Vorteil für Ansitz und Drückjagd, weil das Absehen nie zu grob und nie zu dünn wird, und es ist die bevorzugte Position für integrierte Leuchtpunkte, weil der Punkt in jeder Vergrößerung gleich klein bleibt. Der Nachteil: Die Teilung eines Strichabsehens in der zweiten Bildebene gilt nur bei einer Vergrößerung, meist der höchsten; in anderen Zoomstufen müssen Sie umrechnen. Die beiden Bildebenen unterscheiden sich also vor allem darin, wie gut die Haltemarken in jeder Vergrößerung nutzbar sind.
Ein Beispiel aus unserem Sortiment zeigt beide Welten in einem Zielfernrohr: Das Meopta MeoPro R6 3-18x50 RD gibt es wahlweise mit dem Absehen 4C in der zweiten Bildebene, das beim Zoomen seine Größe behält, oder mit dem Strichabsehen MRAD 1 RD in der ersten Bildebene, das mit dem Bild mitwächst. Beide tragen einen roten Leuchtpunkt in der Mitte, dafür steht das Kürzel RD. Für die klassische Jagd auf Ansitz und Drückjagd reicht die zweite Bildebene in aller Regel aus; ein Mil-Dot-Absehen, ein MRAD-Absehen oder ein ballistisches Absehen in der ersten Bildebene lohnt sich, wenn Sie regelmäßig mit Haltepunkten auf weite Entfernungen schießen.
Die wichtigsten Absehen-Typen im Überblick

Absehen 4 und Duplex-Absehen: der Jagdstandard
Das Absehen 4 ist in Deutschland der Standard für die Jagd. Drei kräftige Balken von links, rechts und unten führen das Auge zur Mitte und laufen dort in ein feines Fadenkreuz aus, der obere Faden bleibt dünn. Die kräftigen Balken finden Sie auch bei schlechten Lichtverhältnissen und vor unruhigem Hintergrund sofort, das feine Kreuz deckt auf dem Wildkörper wenig ab: eine gute Balance aus schneller Zielerfassung und Genauigkeit. Beim Absehen 4A liegen die Balkenenden etwa doppelt so weit auseinander, Absehen 8 und 8A sind Varianten mit anderen Balkenabständen. Das amerikanische Duplex-Absehen folgt demselben Prinzip mit zwei horizontalen und zwei vertikalen Balken, die zur Mitte hin dünner werden; es ist einfach aufgebaut, kommt ohne zusätzliche Markierungen aus, erlaubt eine präzise Zielerfassung auf kurze und mittlere Entfernungen und ist bei Jägern wie Sportschützen beliebt. Meopta nennt seine Version Z-Plex: ein Allzweckabsehen mit mittelstarken Pfosten und feinem Fadenkreuz, in unserem Sortiment etwa im Meopta MeoPro R6 2,5-15x44 SFP mit Absehen Z-Plex. Das Meopta-Absehen 4C ist die europäische Variante des Duplex-Absehens mit kräftigeren Balken für die schnelle Zielerfassung bei schlechten Lichtverhältnissen, mit RD-Leuchtpunkt.
Absehen 1 und Absehen 6: Zielstachel und feines Fadenkreuz
Das Absehen 1 besteht aus zwei seitlichen Querbalken und einem von unten kommenden Zielstachel mit scharfer Spitze. Sie zielen mit der Spitze, die Zielfläche darüber bleibt frei. Viele Jäger schätzen das Absehen 1 für mittlere Entfernungen, weil der Stachel nichts verdeckt, was über dem Zielpunkt liegt. Das Absehen 6 ist dagegen ein feines Fadenkreuz ohne Balken: sehr präzise und mit minimaler Zielabdeckung, aber nur bei gutem Licht sicher zu erkennen. Zeiss führt es in der zweiten Bildebene als universelles Absehen für kurze und große Entfernungen; solche feinen Fäden eignen sich für das Sportschießen und für weite Schüsse bei Tageslicht.
Absehen 60, 54, 43: Leuchtabsehen nach Zeiss-Nomenklatur
Hinter den Zahlen 60, 54, 43 oder 40 stehen Leuchtabsehen aus der Zeiss-Nomenklatur, nach denen viele Jäger suchen. Das Absehen 60 ist ein Leuchtabsehen in der zweiten Bildebene mit sehr feinem Leuchtpunkt; laut Zeiss ist es feiner als das früher weit verbreitete Absehen 40 und deckt bei 12-facher Vergrößerung 0,55 cm auf 100 m ab, angeboten etwa in Zielfernrohren der Linie Conquest V6. Das Absehen 54 ist ein Drückjagdabsehen mit kräftigem Leuchtpunkt und minimaler Zielabdeckung, das Absehen 43 trägt Punkte, die genau 10 cm auf 100 m (1 mil) auseinanderliegen. Wir führen keine Zeiss-Zielfernrohre, die Begriffe helfen Ihnen aber beim Vergleich: Ein Meopta-Absehen mit RD-Leuchtpunkt in der zweiten Bildebene erfüllt in der Praxis dieselbe Aufgabe wie ein Absehen 60, nämlich ein feiner, dimmbarer Zielpunkt für Ansitz und schwaches Licht.
Mil-Dot-Absehen, MRAD und MOA: Strichabsehen mit Maßteilung
Das Mil-Dot-Absehen stammt aus dem militärischen Bereich und ist heute bei Sportschützen und Long-Range-Schützen verbreitet. Auf den Linien des Fadenkreuzes sitzen kleine Punkte mit 0,2 mil Durchmesser im Abstand von 1 mil. Weil 1 mil auf 100 m genau 10 cm entspricht, können Sie mit der Teilung Entfernungen schätzen (Zielgröße in Millimetern geteilt durch den gemessenen Winkel in mil ergibt die Entfernung in Metern) und Haltepunkte für Geschossabfall und Wind setzen. Moderne MRAD-Absehen ersetzen die Punkte durch Striche, oft in 0,2-mil-Schritten, wie beim Meopta MRAD 1 RD in der ersten Bildebene. MOA-Absehen arbeiten mit Winkelminuten (Minute of Angle), 1 MOA sind rund 2,91 cm auf 100 m. Wichtig: Die Teilung des Absehens sollte zur Verstellung der Türme passen, bei MRAD-Gläsern meist 0,1 mil (1 cm auf 100 m) je Klick, bei MOA-Gläsern meist 1/4 MOA. Für die reine Jagd im Revier brauchen Sie diese Absehen nicht, für Präzision auf weite Entfernungen sind sie das Werkzeug der Wahl.
BDC: ballistische Absehen mit Haltepunkten
BDC steht für Bullet Drop Compensation. Ein ballistisches Absehen trägt auf der unteren Linie Haltemarken, die auf die Flugbahn einer typischen Laborierung abgestimmt sind, dazu häufig seitliche Markierungen für Seitenwind. Das Meopta BDC ist ein MOA-basiertes Design mit mehreren Haltepunkten für weitere Entfernungen, das BDC 3 ergänzt eine Windkorrektur; im Meopta MeoPro R6 1-6x24 SFP RD ist es neben dem K-Dot 2 und dem 4C wählbar. Bedenken Sie, dass die Haltepunkte nur für die Vergrößerung und die Munition gelten, für die das Absehen ausgelegt ist; kontrollieren Sie jede Haltepunktverschiebung auf dem Schießstand mit Ihrer Laborierung, sonst schleichen sich Fehler ein.
Punkt- und Kreis-Punkt-Absehen: Leuchtpunkt ohne Vergrößerung
Reflexvisiere haben kein klassisches Fadenkreuz, sondern projizieren einen Leuchtpunkt oder einen Kreis mit Punkt in die Visierlinie. Ein 2-MOA-Punkt deckt auf 100 m knapp 6 cm ab und erlaubt genaues Zielen, ein 65-MOA-Kreis lenkt das Auge auf kurze Distanz sofort auf die Mitte. Holosun bietet bei vielen Modellen ein wechselbares Absehen: Das Holosun HS510C schaltet zwischen 2-MOA-Punkt, 65-MOA-Kreis und der Kombination aus beidem um, das Holosun HS507COMP kombiniert den 2-MOA-Punkt mit Kreisen von 8, 20 oder 32 MOA. Dieselbe Idee steckt im Meopta-Absehen K-Dot 2 für Drückjagdgläser: ein kräftiger roter Punkt in der Mitte, eingerahmt von markanten Führungslinien für die schnelle Zielerfassung auf Schwarzwild. Weitere Modelle finden Sie in unserer Reflexvisier-Kollektion.
Leuchtabsehen: Helligkeit, Dimmbarkeit und Tageslicht
Ein Leuchtabsehen (beleuchtetes Absehen) ist kein eigener Absehentyp, sondern eine Zusatzfunktion: Ein Punkt oder das Zentrum des Absehens wird per LED beleuchtet, bei Meopta und Leupold in Rot. Beleuchtete Absehen verbessern die Sicht bei schlechten Lichtverhältnissen und sind, richtig gedimmt, für Tag und Nacht geeignet. Entscheidend ist die Dimmbarkeit. Zeiss formuliert die Anforderung treffend: Beim Nachtansitz darf nur ein feines Glimmen sichtbar sein, damit der Leuchtpunkt das Auge nicht blendet und das Ziel nicht überstrahlt; bei Bewegungsjagden ist dagegen ein kräftiges Leuchten Voraussetzung, damit der Punkt auch bei Tageslicht und vor hellem Schnee sichtbar bleibt. Achten Sie deshalb auf feine Stufen im unteren Bereich und auf echte Tageslichttauglichkeit im oberen Bereich.

Für das Leuchtabsehen sprechen zwei Punkte aus der Praxis: Bei schwachem Licht verschmilzt ein schwarzes Absehen mit dem dunklen Wildkörper, ein feiner roter Punkt bleibt sichtbar, und auf der Drückjagd nimmt das Auge eine leuchtende Markierung schneller auf als schwarze Balken. Ist die Batterie leer, bleibt das Absehen unbeleuchtet nutzbar, deshalb sollte die Grundform zu Ihnen passen. Das Leupold Patrol 6HD 1-6x24 schaltet sein beleuchtetes Absehen per Druckknopf, das Meopta MeoPro R6 1-6x24 SFP RD trägt den Leuchtpunkt in der zweiten Bildebene, sodass er in jeder Vergrößerung gleich fein bleibt.
Welches Absehen für welchen Einsatz?
Die Wahl des passenden Absehens hängt vom Einsatzzweck ab, nicht von der Marke. Unsere Einordnung aus der Beratung:
- Ansitz und Dämmerung: Ein Balkenabsehen mit feinem Zentrum (Absehen 4, Z-Plex, 4C) oder ein feines Leuchtabsehen vom Typ Absehen 60 mit dimmbarem Leuchtpunkt, bevorzugt in der zweiten Bildebene. Das Zentrum darf den Wildkörper auf 100 bis 200 m kaum verdecken.
- Drückjagd und Bewegungsjagd: Ein kräftiger, tageslichttauglicher Leuchtpunkt mit großem Sehfeld, etwa K-Dot 2 oder 4C RD in einem 1-6x24-Drückjagdglas, alternativ ein Reflexvisier mit Kreis-Punkt-Absehen. Mehr zur Auswahl des Drückjagdglases lesen Sie im Ratgeber Drückjagdglas 1-6x24 oder 1-8x24.
- Sportschießen auf 100 m: Ein feines Fadenkreuz (Absehen 6), ein kleiner Leuchtpunkt oder ein MOA-Strichabsehen, damit das Absehen die Trefferzone auf der Scheibe nicht verdeckt. Prüfen Sie die Sportordnung Ihres Verbandes, welche Zieloptik in Ihrer Disziplin zugelassen ist.
- Weite Schüsse und Long Range: Ein Strichabsehen (MRAD, Mil-Dot oder MOA) in der ersten Bildebene, dessen Teilung zur Verstellung der Türme passt, kombiniert mit Parallaxenausgleich; in unserem Sortiment etwa das Meopta MeoPro R5 4-20x50 SFP RD mit Parallaxenverstellung von 9 m bis unendlich und 0,25-MOA-Klicks in der zweiten Bildebene für Schützen, die mit den Türmen arbeiten.
- Nachtansitz mit Wärmebild: Ein Wärmebild-Vorsatzgerät wird vor das Objektiv gesetzt, Sie zielen weiterhin mit Ihrem eingeschossenen Absehen. Welche Bauart für Jäger erlaubt ist, erklärt unser Beitrag Wärmebildzielfernrohr erlaubt?.
Klickwerte, Deckungsmaß und Einschießen
Das Absehen selbst verstellen Sie nicht, Sie verschieben es über die Verstelltürme für Höhe und Seite. Ein Klick entspricht je nach Zielfernrohr einem festen Winkel, der sich in Zentimeter auf 100 m umrechnen lässt: beim Meopta MeoPro R6 3-18x50 sind es 0,7 cm auf 100 m, beim MeoPro R6 1-6x24 1,5 cm auf 100 m, beim MeoPro R5 4-20x50 0,25 MOA (rund 0,73 cm), bei den meisten europäischen Jagdgläsern glatt 1 cm auf 100 m. Der Höhenverstellbereich sagt, wie weit Sie insgesamt kommen: 262 cm auf 100 m beim R6 3-18x50, 495 cm auf 100 m beim Leupold Patrol 6HD 1-6x24. Für das Einschießen auf 100 m reicht das überall, für weite Entfernungen mit Türmchenkorrektur lohnt ein Blick auf diese Zahl. Ein häufiger Fehler beim Einschießen ist ein verkantet montiertes Absehen: Prüfen Sie nach der Montage, ob die vertikale Linie wirklich senkrecht steht, sonst wandert die Seitenlage mit der Entfernung.
Drei weitere Werte spielen bei der Wahl eine Rolle. Der Augenabstand (Abstand der Austrittspupille, bei den Meopta MeoPro R6 rund 100 mm, beim Leupold Patrol 6HD 94 bis 97 mm) hält das Okular beim Rückstoß vom Auge fern; Zeiss empfiehlt für Zielfernrohre mindestens 80 mm. Der Mittelrohrdurchmesser (bei Jagd-Zielfernrohren 1 Zoll, 30 mm oder 36 mm, die meisten 4-fach-Zoom-Gläser haben 30 mm) bestimmt die passende Montage und den Verstellbereich; unsere Meopta- und Leupold-Modelle haben 30 mm. Die Parallaxe beschreibt einen scheinbaren Versatz zwischen Absehen und Ziel, wenn das Auge nicht genau mittig hinter dem Okular steht; Zielfernrohre ohne Parallaxenverstellung sind vom Hersteller auf eine feste Entfernung abgestimmt, Gläser mit Verstellung stellen Sie auf die tatsächliche Entfernung scharf, was die Bildqualität und die Präzision auf weite Distanz verbessert.
Absehen in unserem Sortiment: Meopta, Leupold, Holosun
Als lizenzierter Fachhändler in Wuppertal führen wir bewusst wenige Zielfernrohr-Linien, die wir selbst kennen. Z-Plex in der zweiten Bildebene finden Sie im Meopta MeoPro R6 2,5-15x44 SFP (Allrounder von der Pirsch bis zur Drückjagd) und im Meopta MeoPro R6 3-18x50 SFP (Ansitz und weite Feldschüsse). Leuchtabsehen mit RD-Punkt bieten das MeoPro R6 3-18x50 RD (4C oder MRAD 1 RD), das MeoPro R6 1-6x24 SFP RD (BDC 3, K-Dot 2 oder 4C) und das MeoPro R5 4-20x50 SFP RD, ein beleuchtetes Absehen per Druckknopf das Leupold Patrol 6HD 1-6x24. Punkt- und Kreis-Punkt-Absehen kommen von Holosun (HS510C, HS507COMP) für Flinte, Büchse und dynamische Disziplinen. Daten laut Hersteller, Stand: August 2026.
Welches Absehen zu Ihrer Waffe, Ihrem Revier und Ihrer Disziplin passt, klären wir gern persönlich, telefonisch oder im Ladengeschäft in Wuppertal; Kosta steht Ihnen dafür mit seiner Erfahrung zur Verfügung. Weitere Optik, Montagen und Zubehör finden Sie in unserer Optik-Kollektion.
Quellen und Hinweis
Zeiss, Absehen-Übersicht Jagd (zeiss.de) und Zeiss Jagd-Blog "Über Zieloptik und Absehen" (Absehen 6, 43, 54, 60, Bildebenen, Leuchtintensität, Augenabstand, Mittelrohrdurchmesser, Klickwert); Wikipedia "Absehen" (Absehen 1, 4, 4A, 6, 8, Mil-Dot, Bildebenen); Wikipedia "Winkelminute" (1 MOA entspricht ca. 2,91 cm auf 100 m) und "Milliradian" (1 mil entspricht 10 cm auf 100 m, Entfernungsformel, Klickwert 0,1 mil); Deutscher Jagdblog "Zielfernrohre: Absehen in der 1. oder 2. Bildebene"; Meopta Absehen-Übersicht (Z-Plex, 4C, K-Dot 2, BDC, BDC 3, MRAD 1 RD, Mil-Dot); technische Daten der genannten Zielfernrohre und Reflexvisiere laut Herstellerangaben auf unseren Produktseiten.
Autor: Kosta, GunsofKosta Redaktion, Wuppertal. Stand: August 2026. Technische Daten nach Herstellerangaben, Änderungen vorbehalten.