Welche Waffen ohne Waffenschein erlaubt sind

Freie Waffen zählt Anlage 2 des Waffengesetzes abschließend auf. Ab 18 Jahren erlaubnisfrei erwerben und besitzen dürfen Sie unter anderem Druckluft-, Federdruck- und CO2-Waffen bis 7,5 Joule mit dem Kennzeichen F im Fünfeck, Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen mit PTB-Zulassungszeichen, Armbrüste und die meisten Messer. Erlaubnisfrei sind Erwerb und Besitz, nicht das Führen in der Öffentlichkeit.


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Kurz gesagt: Freie Waffen zählt Anlage 2 des Waffengesetzes abschließend auf. Ab 18 Jahren erlaubnisfrei erwerben und besitzen dürfen Sie unter anderem Druckluft-, Federdruck- und CO2-Waffen bis 7,5 Joule mit dem Kennzeichen F im Fünfeck, Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen mit PTB-Zulassungszeichen, Armbrüste und die meisten Messer. Erlaubnisfrei sind Erwerb und Besitz, nicht das Führen in der Öffentlichkeit.

Die Frage, welche Waffen ohne Waffenschein erlaubt sind, führt in der Praxis zu zwei Missverständnissen. Das erste: Wer eine Waffe legal kaufen darf, dürfe sie auch überall bei sich tragen. Das zweite: Ein Waffenschein sei das Papier, das man für den Kauf einer Sportpistole braucht. Beides ist falsch. Das Waffengesetz trennt Erwerb, Besitz, Führen, Transport und Schießen als eigenständige Vorgänge, und je nach Waffentyp gelten dafür eigene Regeln. Dieser Ratgeber ordnet die freien Waffen entlang des Gesetzestextes ein, nennt zu jeder Aussage die Fundstelle und zeigt, wo die Erlaubnisfreiheit endet (Stand: Juli 2026).

Was freie Waffen sind: die Definition nach dem Waffengesetz

Freie Waffen sind Waffen, deren Erwerb und Besitz das Waffengesetz von der Erlaubnispflicht ausnimmt. Der Aufbau ist einfach: Der Umgang mit Waffen ist grundsätzlich erst ab 18 Jahren gestattet (Paragraph 2 Absatz 1 WaffG). Waffen aus Anlage 2 Abschnitt 1 sind verboten, Waffen aus Anlage 2 Abschnitt 2 erlaubnispflichtig (Paragraph 2 Absatz 2 und 3 WaffG). Alles, was Anlage 2 Abschnitt 2 Unterabschnitt 2 ausdrücklich freistellt, dürfen Volljährige ohne Waffenbesitzkarte erwerben und besitzen.

Diese Liste ist abschließend. Erlaubnisfrei sind nach Anlage 2 Abschnitt 2 Unterabschnitt 2 Nummer 1 unter anderem diese Kategorien:

  • Druckluft- und Federdruckwaffen sowie Waffen mit kalten Treibgasen (CO2), wenn die Bewegungsenergie der Geschosse 7,5 Joule nicht übersteigt und sie das amtliche Kennzeichen tragen, das als F im Fünfeck bekannt ist (Nummer 1.1).
  • Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen mit dem Zulassungszeichen der zugelassenen Bauart nach Paragraph 8 Beschussgesetz, dem PTB-Zeichen (Nummer 1.3), sowie die zugehörige Kartuschenmunition (Nummer 1.4).
  • Vorderlader nach altem Modell: einläufige Einzelladerwaffen mit Perkussionszündung, Schusswaffen mit Lunten- oder Funkenzündung und Waffen mit Zündnadelzündung, deren Modell vor dem 1. Januar 1871 entwickelt wurde (Nummern 1.5 bis 1.7).
  • Armbrüste (Nummer 1.8).

Bei drei dieser freien Waffen erlaubt das Gesetz sogar das Führen ohne Erlaubnis: bei Armbrüsten, bei Schusswaffen mit Lunten- oder Funkenzündung nach Modellen vor 1871 und bei unbrauchbar gemachten Schusswaffen (Anlage 2 Abschnitt 2 Unterabschnitt 2 Nummer 3). Für alle übrigen freien Waffen gilt: erwerben ja, führen nein.

Messer und Bögen tauchen in dieser Liste nicht auf, und das aus gutem Grund: Sie sind für den Erwerb ohnehin nicht erlaubnispflichtig. Beschränkt ist bei ihnen nicht der Kauf, sondern das Führen in der Öffentlichkeit. Verboten sind dagegen Butterflymesser, Faustmesser, die meisten Springmesser, Stahlruten, Totschläger, Schlagringe sowie Präzisionsschleudern samt Armstützen (Anlage 2 Abschnitt 1 WaffG). Sie dürfen weder erworben noch besessen werden. Scharfe Schusswaffen für Sport und Jagd sind erlaubnispflichtige Schusswaffen und daher nicht Gegenstand dieses Ratgebers; dazu lesen Sie den Abschnitt zur Waffenbesitzkarte weiter unten. Umgangssprachlich werden freie Waffen auch Freizeitwaffen genannt, was in die Irre führen kann: Auch bei ihnen greift das Waffengesetz, nur eben ohne vorherige behördliche Erlaubnis.

Luftgewehre und Luftpistolen: das F im Fünfeck

Luftgewehre und Luftpistolen sind die bekanntesten Freizeitwaffen und zugleich das Musterbeispiel für die Systematik der freien Waffen. Eine Luftdruckwaffe ist genau dann erlaubnisfrei, wenn den Geschossen eine Bewegungsenergie von höchstens 7,5 Joule erteilt wird und sie das Kennzeichen F im Fünfeck trägt (Anlage 2 Abschnitt 2 Unterabschnitt 2 Nummer 1.1 WaffG). Erwerb und Besitz sind dann ab 18 Jahren ohne Waffenbesitzkarte möglich; die Volljährigkeit ist die einzige personenbezogene Voraussetzung. Fehlt das Kennzeichen oder liegt die Energie darüber, sind es erlaubnispflichtige Schusswaffen, für die eine Waffenbesitzkarte nötig ist. Der Joule-Wert ist also kein technisches Detail im Datenblatt, sondern die Grenze zwischen zwei Rechtswelten.

Diese Bestimmungen gelten bei allen Luftdruckwaffen unabhängig vom Antrieb: Druckluft, Federdruck und kalte Treibgase wie CO2 stehen im Gesetz nebeneinander. Ob ein Modell im Kaliber 4,5 mm Diabolo oder 6 mm BB schießt und von welchem Hersteller es stammt, ändert daran nichts. Entscheidend sind allein Energie und Kennzeichen, und beides steht bei seriösen Anbietern in der Artikelbeschreibung jedes Modells.

Zwei Punkte werden bei Luftdruckwaffen häufig übersehen. Erstens gilt die Erlaubnisfreiheit nicht mehr, wenn die Waffe ihrer Beschaffenheit nach für Geschosse mit einer Länge von über 30 Millimetern mehrschüssig ist; damit sind pfeilverschießende Druckluftgeräte ausdrücklich ausgenommen (Nummer 1.1 Buchstabe a). Zweitens ist Erlaubnisfreiheit nicht dasselbe wie Nutzungsfreiheit: Schießen dürfen Sie mit freien Waffen nur auf einer Schießstätte oder im befriedeten Besitztum mit Zustimmung des Hausrechtsinhabers, und auch dort nur, wenn die Geschosse das Grundstück sicher nicht verlassen können (Paragraph 12 Absatz 4 Nummer 1 Buchstabe a WaffG). Wer im Garten schießen möchte, prüft also nicht nur das Gewehr, sondern auch das Gebiet, auf dem er es benutzt.

Für den Weg zum Schießstand gilt die Transportregel: nicht schussbereit, nicht zugriffsbereit, sinnvollerweise im verschlossenen Behältnis (Paragraph 12 Absatz 3 Nummer 2 WaffG). Ein Luftgewehr im geschlossenen Futteral im Kofferraum ist Transport. Dasselbe Gewehr griffbereit auf der Rückbank ist Führen und damit ohne Erlaubnis nicht zulässig. Luftgewehre und Luftpistolen für den Freizeitgebrauch gehören übrigens nicht zu unserem Sortiment; unsere Auswahl beginnt beim Sport- und Jagdbereich.

Softair-Waffen und CO2-Waffen: die Anscheinswaffen-Falle

Softair-Waffen und CO2-Waffen fallen in dieselbe Systematik wie Luftgewehre, weil auch sie mit kalten Treibgasen oder Federdruck arbeiten. Zwischen 0,5 und 7,5 Joule sind sie als freie Waffen mit dem Kennzeichen F im Fünfeck ab 18 Jahren erlaubnisfrei. Modelle, die nicht mehr als 0,5 Joule erreichen und erkennbar zum Spiel bestimmt sind, nimmt das Gesetz aus, allerdings ausdrücklich mit Ausnahme des Paragraphen 42a (Anlage 2 Abschnitt 3 Unterabschnitt 2 WaffG). Genau hier liegt die Falle, in die viele Käufer solcher Freizeitwaffen tappen.

Denn die meisten dieser Modelle sind originalgetreue Nachbauten und damit Anscheinswaffen: Schusswaffen, die im Gesamterscheinungsbild den Anschein einer Feuerwaffe erwecken und ihre Geschosse nicht mit heißen Gasen antreiben (Anlage 1 Abschnitt 1 Unterabschnitt 1 Nummer 1.6 WaffG). Das Führen von Anscheinswaffen in der Öffentlichkeit ist verboten (Paragraph 42a Absatz 1 Nummer 1 WaffG). Erlaubt bleibt bei diesen Produkten der Transport in einem verschlossenen Behältnis. Wer eine Softair-Waffe dieser Kategorie im Rucksack durch die Innenstadt trägt, riskiert nicht nur ein Bußgeld, sondern regelmäßig auch einen Polizeieinsatz.

Aus dieser Kategorie führen wir ein einziges Modell: die Walther PDP Compact 4 Zoll als CO2-Pistole im Kaliber 6 mm BB mit 2,0 Joule, im Set mit einem Umarex RDS 8 Leuchtpunktvisier. Sie liegt mit 2,0 Joule klar unter der 7,5-Joule-Grenze und ist als originalgetreuer Nachbau eine Anscheinswaffe: Verwendung also auf dem eigenen Grundstück oder auf einem dafür vorgesehenen Gelände, Transport nur im verschlossenen Behältnis. Als Zubehör führen wir die passenden CO2-Kapseln mit 12 g; die Verfügbarkeit sehen Sie live in unserem Online-Shop.

Messer: erwerben ja, führen nur eingeschränkt

Messer dürfen Volljährige in Deutschland grundsätzlich frei kaufen und besitzen; reguliert ist das Führen in der Öffentlichkeit. Die zentrale Norm ist Paragraph 42a WaffG: Verboten ist das Führen von Einhandmessern, also Messern mit einhändig feststellbarer Klinge, und von feststehenden Messern mit einer Klingenlänge über 12 Zentimeter. Ausgenommen ist der Transport in einem verschlossenen Behältnis sowie das Führen bei berechtigtem Interesse (Paragraph 42a Absatz 2 und 3 WaffG). Als berechtigtes Interesse nennt das Gesetz insbesondere Berufsausübung, Brauchtumspflege, Sport und allgemein anerkannte Zwecke; die Jagd gehört dazu.

Seit dem 31. Oktober 2024 kommen zwei bundesweite Verbotslagen hinzu, die von der Klingenlänge unabhängig sind:

  • Öffentliche Veranstaltungen: Bei öffentlichen Vergnügungen, Volksfesten, Sportveranstaltungen, Messen, Ausstellungen und Märkten ist das Führen von Messern jeder Art untersagt (Paragraph 42 Absatz 4a in Verbindung mit Absatz 1 WaffG). Das Gesetz nennt zehn Ausnahmen, darunter die Berufsausübung, das nicht zugriffsbereite Befördern und die Jagd.
  • Öffentlicher Personenfernverkehr: In Verkehrsmitteln des Fernverkehrs und in seitlich umschlossenen Einrichtungen wie Bahnhofsgebäuden ist das Führen von Waffen und Messern verboten (Paragraph 42b Absatz 1 WaffG).

Hinzu kommen die Waffen- und Messerverbotszonen, die die Länder per Rechtsverordnung festlegen können (Paragraph 42 Absatz 5 WaffG). Solche Zonen bestehen in mehreren Innenstädten und an Verkehrsknotenpunkten. Wer ein Messer mitführt, prüft daher zwei Dinge: die Bauart nach Paragraph 42a und den Ort nach den Paragraphen 42 und 42b.

Bei GunsofKosta führen wir Messer als Werkzeug für Jagd und Revierarbeit, nicht als Mittel zur Selbstverteidigung. Im Sortiment stehen das Merkel Gear Klappmesser Keiler Tool, ein Jagd-Klappmesser mit drei Werkzeugklingen für das Aufbrechen und die Revierarbeit, sowie das Schmeisser HUGO TWO als robustes Outdoormesser. Bauart und Klingenlänge entnehmen Sie bitte der jeweiligen Produktseite: Beides entscheidet darüber, ob und wie Sie das Messer außerhalb des eigenen Grundstücks mitführen dürfen.

Armbrust, Bogen, Schleuder: Muskelkraft als Antrieb

Armbrüste gehören zu den freien Waffen: Sie sind Waffen im Sinne des Waffengesetzes, für Erwerb und Besitz aber ausdrücklich freigestellt (Anlage 2 Abschnitt 2 Unterabschnitt 2 Nummer 1.8 WaffG). Sie sind zudem eine der wenigen Waffenarten, die auch erlaubnisfrei geführt werden dürfen (Nummer 3.2). Das gilt allerdings nicht bei öffentlichen Veranstaltungen und nicht im öffentlichen Personenfernverkehr, wo das Führen von Waffen generell untersagt ist (Paragraph 42 Absatz 1, Paragraph 42b WaffG).

Sportbögen sind keine Waffen im Sinne des Waffengesetzes und daher frei erhältlich; sie zählen damit nicht einmal zu den freien Waffen. Für die Jagd taugen weder Bogen noch Armbrust: Das Bundesjagdgesetz verbietet den Schuss auf Schalenwild mit Bolzen oder Pfeilen (Paragraph 19 Absatz 1 Nummer 1 BJagdG), die Länder regeln Weiteres in ihren Jagdgesetzen. Verboten sind ferner Präzisionsschleudern sowie Armstützen und vergleichbare Vorrichtungen (Anlage 2 Abschnitt 1 Nummer 1.3.7 WaffG): Eine einfache Zwille ist zulässig, dieselbe Schleuder mit Unterarmstütze nicht. GunsofKosta führt weder Armbrüste noch Bögen; dieser Abschnitt dient allein der rechtlichen Einordnung.

Pfefferspray, Reizstoffsprühgeräte und Tierabwehrsprays

Pfefferspray ist der umgangssprachliche Begriff für zwei rechtlich verschiedene Produkte, und dieser Unterschied entscheidet über die Einordnung. Reizstoffsprühgeräte mit einer Reichweite bis zu zwei Metern sind Waffen im Sinne des Waffengesetzes (Anlage 1 Abschnitt 1 Unterabschnitt 2 Nummer 1.2.2 WaffG), sie stehen aber weder auf der Verbotsliste noch auf der Liste der erlaubnispflichtigen Waffen. Erwerb, Besitz und Führen sind daher ab 18 Jahren ohne Erlaubnis möglich. Bei öffentlichen Veranstaltungen und im öffentlichen Personenfernverkehr bleibt das Führen untersagt (Paragraph 42 Absatz 1, Paragraph 42b WaffG). Sprays, die ausdrücklich als Tierabwehrspray gekennzeichnet sind, sind nach ihrer Zweckbestimmung keine Waffen im Sinne des Gesetzes; ein Blick auf das Etikett zeigt Ihnen also, welche Bestimmungen für das Produkt gelten.

Rechtlich entscheidend ist nicht der Kauf, sondern der Einsatz: Der Gebrauch von Reizstoff gegen Menschen ist nur unter den Voraussetzungen der Notwehr oder Nothilfe gerechtfertigt (Paragraph 32 StGB). Fehlt die Notwehrlage, steht eine Körperverletzung im Raum. Selbstverteidigung ist damit kein rechtlicher Freibrief, sondern eine eng umgrenzte Ausnahme. Pfefferspray und andere Abwehrsprays gehören nicht zu unserem Sortiment; die Einordnung gehört jedoch zum Thema und wird hier der Vollständigkeit halber genannt.

Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen: die Abgrenzung

Schreckschusswaffen sowie Reizstoff- und Signalwaffen (zusammen SRS) sind eine eigene Kategorie der freien Waffen, nicht ein Synonym dafür. Sie verschießen Kartuschenmunition und kein Projektil. Erwerb und Besitz sind ab 18 Jahren erlaubnisfrei, sofern die Waffe der zugelassenen Bauart entspricht und das PTB-Zulassungszeichen trägt (Anlage 2 Abschnitt 2 Unterabschnitt 2 Nummer 1.3 WaffG). Was diese Kennzeichnung genau bedeutet, erklärt unser Ratgeber zur Bedeutung des PTB-Zeichens im Magazin.

Der entscheidende Unterschied betrifft das Führen: Wer Schreckschusswaffen außerhalb der eigenen Wohnung, der Geschäftsräume oder des befriedeten Besitztums zugriffsbereit bei sich trägt, benötigt dafür den Kleinen Waffenschein (Paragraph 10 Absatz 4 WaffG, Anlage 2 Abschnitt 2 Unterabschnitt 3 Nummer 2.1). Bei öffentlichen Veranstaltungen bleibt das Führen auch mit Kleinem Waffenschein untersagt. Voraussetzungen, Antrag und Grenzen des Kleinen Waffenscheins behandeln wir im Ratgeber Welche Waffen mit kleinem Waffenschein geführt werden dürfen; hier bleibt es bei der Abgrenzung, weil Schreckschusswaffen nicht der Schwerpunkt unseres Hauses sind.

Erwerb und Besitz, Führen und Transport: die vier Begriffe

Das Waffenrecht unterscheidet bei den freien Waffen vier Vorgänge, und wer sie verwechselt, macht sich strafbar, obwohl er legal gekauft hat. Diese Regeln gelten bei freien Waffen genauso wie bei erlaubnispflichtigen Schusswaffen.

  • Erwerb und Besitz: Erwerb ist die Übernahme der tatsächlichen Gewalt, Besitz deren Ausübung. Bei freien Waffen sind Erwerb und Besitz ab 18 Jahren ohne Waffenbesitzkarte möglich (Paragraph 2 Absatz 1 WaffG). Beim Versand prüfen wir das Alter.
  • Führen: Führen heißt, die Waffe außerhalb der eigenen Wohnung, der Geschäftsräume, des eigenen befriedeten Besitztums oder einer Schießstätte zugriffsbereit bei sich zu haben. Dafür ist eine Erlaubnis nötig, die durch einen Waffenschein erteilt wird (Paragraph 10 Absatz 4 WaffG); für Schreckschusswaffen genügt der Kleine Waffenschein.
  • Transport: Nicht schussbereit und nicht zugriffsbereit von Ort zu Ort befördern ist kein Führen und daher erlaubnisfrei (Paragraph 12 Absatz 3 Nummer 2 WaffG). In der Praxis heißt das: entladen, im verschlossenen Behältnis, Munition oder Magazin getrennt.
  • Schießen: Schießen dürfen Sie auf einer Schießstätte oder im befriedeten Besitztum, wenn die Waffe höchstens 7,5 Joule erreicht oder bauartzugelassen ist und die Geschosse das Grundstück nicht verlassen können (Paragraph 12 Absatz 4 WaffG). Kommunale Auflagen und das Rücksichtnahmegebot gelten zusätzlich.

Ein Beispiel macht die Grenze greifbar: Die CO2-Pistole im geschlossenen Koffer auf dem Weg zum Airsoft-Gelände ist Transport und erlaubt. Dieselbe Pistole im Hosenbund beim Spaziergang ist Führen einer Anscheinswaffe und verboten. Selbstverteidigung ist dabei kein Freibrief: Sie rechtfertigt allenfalls den Einsatz in einer konkreten Notwehrlage, nie das Führen ohne Erlaubnis. Wer diese vier Regeln kennt, kommt mit freien Waffen sicher durch den Alltag.

Aufbewahrung: was auch bei freien Waffen gilt

Die Aufbewahrungspflicht kennt keine Ausnahme für erlaubnisfreie Waffen. Wer Waffen oder Munition besitzt, hat die erforderlichen Vorkehrungen zu treffen, damit sie nicht abhandenkommen und Dritte sie nicht unbefugt an sich nehmen (Paragraph 36 Absatz 1 WaffG). Diese Pflicht trifft jeden Besitzer von Schusswaffen, unabhängig davon, ob eine Waffenbesitzkarte nötig war.

Die genormten Sicherheitsbehältnisse mit Widerstandsgrad, wie sie aus dem Sportschützen- und Jagdbereich bekannt sind, schreibt das Gesetz nur für erlaubnispflichtige und verbotene Waffen vor. Bei freien Waffen genügt eine Lösung, die unbefugten Zugriff zuverlässig verhindert: ein abschließbarer Schrank oder ein verschlossenes Behältnis, Kartuschen und Munition getrennt gelagert, alles außerhalb der Reichweite von Kindern. Wer Kinder im Haushalt hat oder in eine Wohngemeinschaft zieht, prüft die Aufbewahrung noch einmal neu.

Wo die Erlaubnisfreiheit endet: Sport- und Jagdwaffen brauchen eine WBK

Die ehrliche Antwort auf die Ausgangsfrage lautet: Der Bereich der freien Waffen ist eng. Wer im Verein trainieren, an Wettkämpfen teilnehmen oder jagen möchte, kommt an der Waffenbesitzkarte nicht vorbei. Für sie sind Sachkunde, Zuverlässigkeit, persönliche Eignung und ein waffenrechtliches Bedürfnis nachzuweisen (Paragraph 4 WaffG); Selbstverteidigung ist kein anerkanntes Bedürfnis für den Erwerb einer Sportwaffe. Sportschützen weisen ihr Bedürfnis in der Regel über die Vereinsmitgliedschaft und regelmäßiges Schießen nach, Jäger über den Jagdschein. Für die Auswahl der Waffe zählt dann das Kaliber, nicht mehr die Frage der Erlaubnisfreiheit.

Welche Farbe der Karte für welchen Zweck steht und welcher Weg für Sie der richtige ist, lesen Sie im Ratgeber gelbe oder grüne Waffenbesitzkarte: der Unterschied. Womit die Reise dann beginnt, zeigen unsere Kategorien: Kurzwaffen für Sport und Training, Sportpistolen im Kaliber 9 mm Luger und mehr, Langwaffen für Sport und Jagd mit Repetierbüchsen und Flinten sowie die passende Munition. Wenn Sie noch unsicher sind, welche Waffenart zu Ihrer Disziplin passt, helfen die Ratgeber Was ist eine Langwaffe und die beste 9-mm-Pistole für Sportschützen weiter.

Was Sie zu freien Waffen bei GunsofKosta finden

GunsofKosta ist ein lizenzierter Waffenfachhändler aus Wuppertal mit Online-Shop. Der Schwerpunkt unseres Sortiments liegt auf erlaubnispflichtigen Sport- und Jagdwaffen sowie auf Optik, Munition, Schalldämpfern, Zubehör und Waffenpflege. Bei den freien Waffen führen wir bewusst wenig: die genannte CO2-Pistole mit 2,0 Joule samt CO2-Kapseln und Messer für Jagd und Revierarbeit. Luftgewehre, ein breites Softair-Programm, Armbrüste und Abwehrsprays gehören nicht dazu, und wir schreiben das lieber offen, als Ihnen eine Auswahl vorzuspiegeln, die es nicht gibt.

Für Sie ist diese Auskunft nützlicher als ein volles Regal: Wer eine freie Waffe zum reinen Freizeitschießen sucht, ist bei einem Freizeitanbieter besser aufgehoben. Wer den Weg in den Schießsport oder in die Jagd geht, findet bei uns die passenden Modelle namhafter Hersteller, die Ausrüstung und die Beratung dazu, vom Kaliber bis zur Montage der Optik. Weitere Informationen zu Erwerb, Recht und Technik sammeln wir laufend im Magazin, von der Kaliberwahl bis zur Pflege. Fragen zum Erwerbsweg, zur Waffenbesitzkarte oder zur Aufbewahrung beantworten wir persönlich: Sie erreichen uns über die Kontakt- und Beratungsseite.


Häufige Fragen

Welche Waffen darf man in Deutschland ohne Waffenschein besitzen?

Zu den freien Waffen zählt eine überschaubare Gruppe. Ohne Waffenschein und ohne Waffenbesitzkarte dürfen Volljährige unter anderem Druckluft-, Federdruck- und CO2-Waffen bis 7,5 Joule mit dem Kennzeichen F im Fünfeck, Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen mit PTB-Zulassungszeichen, Armbrüste, Vorderlader nach Modellen vor 1871 sowie die meisten Messer erwerben und besitzen (Anlage 2 Abschnitt 2 Unterabschnitt 2 WaffG). Der Waffenschein regelt nicht den Besitz dieser Produkte, sondern das Führen in der Öffentlichkeit.

Darf ich mit einer freien Waffe im eigenen Garten schießen?

Zulässig ist das Schießen im befriedeten Besitztum nur mit Zustimmung des Hausrechtsinhabers und nur, wenn die Waffe höchstens 7,5 Joule erreicht oder bauartzugelassen ist und die Geschosse das Grundstück sicher nicht verlassen können (Paragraph 12 Absatz 4 Nummer 1 WaffG). Niemand darf gefährdet werden; kommunale Vorschriften und Lärmschutz gelten zusätzlich. Im Zweifel ist die zugelassene Schießstätte der sichere Ort.

Wie transportiere ich eine freie Waffe im Auto?

Erlaubnisfrei ist der Transport, wenn die Waffe nicht schussbereit und nicht zugriffsbereit befördert wird (Paragraph 12 Absatz 3 Nummer 2 WaffG). In der Praxis: entladen, in einem verschlossenen Behältnis, Munition oder Kartuschen getrennt, im Kofferraum. Griffbereit im Handschuhfach gilt als Führen und ist ohne Erlaubnis verboten.

Ist eine Softair-Waffe eine Anscheinswaffe?

Ja, sobald sie im Gesamterscheinungsbild den Anschein einer Feuerwaffe erweckt und ihre Geschosse nicht mit heißen Gasen antreibt (Anlage 1 Abschnitt 1 Unterabschnitt 1 Nummer 1.6 WaffG). Das Führen von Anscheinswaffen in der Öffentlichkeit ist verboten (Paragraph 42a WaffG), und zwar auch dann, wenn die Waffe unter 0,5 Joule bleibt und im Übrigen vom Waffengesetz ausgenommen ist.

Ab welchem Alter darf ich freie Waffen kaufen?

Der Umgang mit Waffen ist Personen gestattet, die das 18. Lebensjahr vollendet haben (Paragraph 2 Absatz 1 WaffG). Beim Versandkauf ist deshalb ein Altersnachweis erforderlich. Spielzeug im Sinne der europäischen Spielzeugrichtlinie, das nicht mehr als 0,5 Joule erreicht, fällt nicht unter diese Regel, bleibt aber beim Führen an Paragraph 42a WaffG gebunden.

Brauche ich für ein Jagdmesser ein berechtigtes Interesse?

Für den Kauf nicht, für das Führen in der Öffentlichkeit schon, sobald es sich um ein Einhandmesser oder ein feststehendes Messer mit über 12 Zentimetern Klingenlänge handelt (Paragraph 42a WaffG). Die Jagd, die Berufsausübung, die Brauchtumspflege und der Sport gelten als berechtigtes Interesse. Ohne solchen Anlass gehört das Messer in ein verschlossenes Behältnis. Quellen: Waffengesetz (WaffG) mit Anlagen 1 und 2, Beschussgesetz (BeschG), Bundesjagdgesetz (BJagdG), Strafgesetzbuch (StGB). Dieser Beitrag gibt den Rechtsstand vom Juli 2026 wieder und ersetzt keine Rechtsberatung. Verbotszonen und Länderregelungen können abweichen; im Zweifel fragen Sie Ihre zuständige Waffenbehörde. GunsofKosta Redaktion, Stand: Juli 2026.