Die fünf Taschenlampen lösen unterschiedliche Aufgaben. Wer eine kompakte, sehr helle Handlampe für Ausrüstung und Alltag sucht, vergleicht die beiden Modelle der Warrior-Serie. Wer weit leuchten muss, greift zur Javelot Turbo 2, die ihr Licht stark bündelt. Wer die Hände frei haben oder Licht ständig in der Tasche tragen möchte, ist bei der Oclip Pro oder dem O’Pen 3 richtig. Neben Lumen und Leuchtweite entscheiden Gewicht, Bedienung, Ladeweg und Schutzart, welches Modell zu Ihnen passt.
Taktische Taschenlampen: Olight Warrior 3S und Warrior X 4
Olight führt die Warrior 3S und die Warrior X 4 in seiner Kategorie der taktischen Taschenlampen. Beide bedienen Sie über einen Heckschalter am Lampenende, beide laufen mit einem 21700-Akku mit 5.000 mAh und sind nach IPX8 geschützt. Bei der Warrior X 4 bezeichnet Olight ein Bedienprofil ausdrücklich als taktischen Modus: Dort liegen eine mittlere Stufe und Strobe, also eine Blinkfunktion, auf dem Schalter. Auch die Warrior 3S hat einen Strobe-Modus, den Sie separat wählen.
Olight Warrior 3S: kompakt mit Seiten- und Heckschalter
Die Olight Warrior 3S ist eine LED-Taschenlampe, die Sie über zwei Schalter bedienen. Im Turbo erreicht sie bis zu 2.300 Lumen, laut Olight 23.000 Candela und 300 Meter Leuchtweite; ihre kaltweiße LED sitzt hinter einer TIR-Optik. Mit 139 mm Länge, 29,5 mm Durchmesser und 176 g inklusive Akku ist sie die kleinere der beiden Warrior-Lampen. Am Seitenschalter wählen Sie Low, Medium und High, der zweistufige Heckschalter ruft in der Werkseinstellung mit leichtem Druck Medium und mit vollem Druck Turbo auf. Zwei vierstufige Anzeigen neben dem Seitenschalter zeigen Helligkeit und Akkustand.
Ein Abstandssensor reduziert in High, Turbo und Strobe die Helligkeit, sobald ein Hindernis vor der Linse liegt. Der Akku bleibt zum Aufladen in der Lampe: Sie setzen das magnetische MCC3-Kabel am Heck an, an einer Quelle mit 5 V und 2 A ist die Ladung nach etwa 5,5 Stunden abgeschlossen.
Olight Warrior X 4: Heckschalter und große Leuchtweite
Die Olight Warrior X 4 bündelt ihr Licht stärker: bis zu 2.600 Lumen, 99.310 Candela und laut Hersteller 630 Meter Leuchtweite. Die höchste Stufe beginnt mit 2.600 Lumen für drei Minuten, danach folgen 1.000 Lumen für 140 Minuten. Mit 149 mm Länge, 39,5 mm Kopfdurchmesser und 249 g ist sie größer und schwerer als die Warrior 3S.
Bedient wird sie über den Heckschalter mit zwei Druckstufen: Im normalen Modus wählt leichter Druck die niedrige, voller Druck die hohe Stufe; kurzes Drücken schaltet Dauerlicht ein, beim Gedrückthalten leuchtet sie bis zum Loslassen. Den USB-C-Anschluss legen Sie unter einem aufschraubbaren Ring frei, eine Ladung dauert etwa 3,5 Stunden, und eine Anzeige in drei Farben meldet den Ladestand.
Weitwurf für große Distanz: Olight Javelot Turbo 2
Die Olight Javelot Turbo 2 ist auf Reichweite ausgelegt. Ihr tiefer Reflektor im 63 mm breiten Kopf bündelt bis zu 1.800 Lumen zu einem engen Lichtstrahl; Olight nennt bis zu 1.500 Meter Leuchtweite. Damit leuchtet sie nicht breit aus wie eine Flutlampe, sondern gezielt in die Ferne. Das Gehäuse aus Aluminium ist 257,6 mm lang, mit 430 g ist sie die größte Lampe unserer Auswahl.
Am Seitenschalter stehen vier Helligkeitsstufen bereit, der Heckschalter ruft niedriges Licht und Turbo auf, und der abnehmbare Funkschalter schaltet die Lampe aus bis zu acht Metern Entfernung. Der austauschbare Akkupack hat 5.000 mAh bei 7,2 V und 36 Wh und lädt über USB-C in etwa 4,5 Stunden.
EDC-Taschenlampen für Tasche und Kleidung: Olight Oclip Pro und O’Pen 3
EDC steht für Everyday Carry, also für Dinge, die Sie jeden Tag bei sich tragen. Für den Alltag führen wir zwei leichte EDC-Taschenlampen mit fest eingebautem Akku, die beide über USB-C laden.
Olight Oclip Pro: drei Lichtquellen in einer Cliplampe
Die Olight Oclip Pro wiegt 53 g und misst 57 × 28,05 × 27,83 mm. Mit dem Drehschalter wählen Sie zwischen Flutlicht mit kurzzeitig bis zu 500 Lumen für eine breite Ausleuchtung, fokussiertem Spotlicht mit 380 Lumen und 120 Meter Leuchtweite sowie Rotlicht mit 4 oder 40 Lumen; dazu kommt eine rote Blinkfunktion. Der Halteclip hält die Lampe etwa am Riemen eines Rucksacks oder an der Kleidung, der Magnet haftet auf magnetischen Metallflächen, und die Öse nimmt eine Schlaufe auf. So bleiben die Hände frei. Der Akku mit 580 mAh lädt in etwa 1,5 Stunden. Gegen starke Wasserstrahlen ist die Lampe nach IPX6 geschützt, zum Untertauchen ist sie nicht vorgesehen.
Olight O’Pen 3: Kugelschreiber mit Licht und Laser
Der Olight O’Pen 3 ist ein Kugelschreiber mit vier Lichtquellen. Das weiße Cliplicht erreicht kurzzeitig 120 Lumen für den Nahbereich, das rote Cliplicht 5 oder 10 Lumen und hat einen roten SOS-Modus, die beleuchtete Spitze richtet 0,4 Lumen auf das Papier. Dazu kommt ein grüner Laserpointer der Klasse 1 zum Zeigen bei Präsentationen; richten Sie ihn nicht in die Augen.
Der Stift besteht aus schwarzem Aluminium, ist 156 mm lang, hat 12,7 mm Durchmesser und wiegt 33,5 g. Zum Laden schrauben Sie den Stift auseinander, der Akku mit 130 mAh ist nach etwa einer Stunde voll. Als Ersatz eignet sich nur eine Mine, die ausdrücklich für den O’Pen 3 vorgesehen ist, weil sie Teil der elektrischen Verbindung ist.
Lumen, Candela und Leuchtweite richtig lesen
Lumen beschreibt den Lichtstrom, also die gesamte Lichtmenge, die eine Lampe abgibt. Candela beschreibt die Lichtstärke in der Mitte des Lichtkegels und zeigt, wie eng eine Lampe ihr Licht bündelt. Die Leuchtweite ermitteln die Hersteller in einem standardisierten Labortest; sie ist ein Vergleichswert und keine Entfernung, auf der Sie Einzelheiten sicher erkennen, denn Wetter und Umgebung spielen mit. Mehr Lumen bedeuten deshalb nicht automatisch mehr Reichweite: Die Warrior 3S kommt mit 2.300 Lumen auf 300 Meter, die Javelot Turbo 2 mit 1.800 Lumen auf 1.500 Meter.
Die höchste Stufe ist außerdem nur der Startwert. Laut Olight hält sie bei der Warrior 3S 2,5 Minuten, bei der Warrior X 4 drei Minuten, bei der Javelot Turbo 2 4,5 Minuten, bei der Oclip Pro eine Minute und beim O’Pen 3 14 Minuten; danach sinkt die Helligkeit stufenweise. Die längsten Laufzeiten gehören zu den niedrigsten Stufen: 272 Stunden bei 15 Lumen (Javelot Turbo 2), 144 Stunden bei 1 Lumen (Oclip Pro) und bis zu 55 Tage bei 1 Lumen im Moonlight der Warrior 3S. Alle Werte stammen aus Herstellertests; Akkuzustand und Temperatur verändern die tatsächliche Laufzeit.
Akku und Laden
Eine Batterie zum Wechseln brauchen Sie bei keiner der fünf Lampen. Die Warrior 3S laden Sie magnetisch, Warrior X 4, Javelot Turbo 2, Oclip Pro und O’Pen 3 über USB-C. Für die Warrior X 4 und die Javelot Turbo 2 gibt es zusätzlich ein magnetisches Olight-Ladekabel als Zubehör; es gehört nicht zum Lieferumfang.
Beim Ersatzakku zählt die Freigabe für das Modell, nicht die Größe: Die Bezeichnung 21700 allein belegt keine Kompatibilität. Olight nennt für die Warrior X 4 den Akku ORB-217C50 und für die Javelot Turbo 2 den Akkupack ORBP-2S5000. Oclip Pro und O’Pen 3 haben einen fest eingebauten Akku.
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